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Zeitschriftenartikel:

H.A. Mang:
"Linear elastische Rotationskörper unter rotationssymmetrischer Belastung und Torsion - Eine Untersuchung mit Hilfe Finiter Elemente";
Der Bauingenieur, 49 (1974), S. 470 - 481.



Kurzfassung deutsch:
Nur für einfachste Sonderfälle der Geometrie der Erzeugenden und für einfachste Randbedingungen liegen analytische Lösungen des zu behandelten Problems, das etwa bei der Berechnung dickwandiger Behälter, bei Aufgabenstellugen der Bodenmechanik aber auch bei kerbspannungstechnischen Fragen auftreten, vor. Für Erzeugende beliebiger Form, für komplizierte Randbedingungen und örtlich veränderliche Werkstoffeigenschaften, wobei sowohl Randbedingungen als auch Werkstoffeigenschaften des linear elastischen Materials der Einschränkung unterliegen, die Rotationssymmetrie nicht zu verletzen, muß man sich numerischer Verfahren bedienen. Ein solches numerisches Verfahren ist die Methode der Finiten Elemente, deren Stärke in der Beherrschung kompliziertester geometrischer Verhältnisse und Randbedingungen und geometrischer und werkstoffbedingter Nichtlinearität liegt, und die daher ein vorzügliches und überaus beliebtes Hilfsmittel zur Lösung einer Unzahl realistischer Probleme verschiedner Ingenieurwissenschaften darstellt.

Dieser Aufsatz behandelt zwei Beanspruchungsfälle, rotationssymmetrische Belastung und Torsion, "in einem", worunter die Aufstellung der sogenannten Steifigketismatrix für das Gesamtproblem zu verstehen ist. Es wäre wegen fehlender Kopplung möglich, jedes der beiden Teilprobleme für sich zu lösen. Ein solches Vorgehen würde zwar den Zeitaufwand für Dateneingabe für die Berechnung mittels einer elektronischen Rechenanlage selbst bei Vorliegen nur eines Teilproblems kaum reduzieren, hätte aber eine in manchen Fällen nicht unbedeutende Verringerung der Rechenzeit zur Folge.


Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.