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Zeitschriftenartikel:

R. Hierzer, M. Ossberger:
"Trassenoptimierung von U-Bahn Bestandsstrecken mit dem Wiener Bogen";
ETR - Eisenbahntechnische Rundschau, 56 (2007), 03; S. 134 - 139.



Kurzfassung deutsch:
Im Eisenbahnwesen werden Anlagen, Fahrzeuge noch immer relativ stark segmentiert geplant und instandgehlaten. Der Betrieb, der auf den Anlagen jahrzehntelang durchgeführt wird, muss so mit Randbedingungen zurechtkommen, die etwa im Falle der Trassierung durch die analytisch-mathematischen Beschränkungen des 19. Jhdts geprägt ist. Dabei werden etwa Grund- und Aufriss von Trassierungen getrennt betrachtet und über suboptimale Rampenformen (Gerade Rampe) verknüpft. Dabei wird zusätzlich die nicht korrekte Annahme getroffen, daß die Bezugsebene für die Trassierung in der Schienenachse liegt. Dies hat z.B. über die auftretenden Rucke an den Übergangsbereichen beträchtliche Auswirkungen auf Verschleiß und Verfall der Anlagen und ist somit langfristig kostenrelevant. Es wirkt sich auch maßgeblich auf die fahrdynamischen Grundlagen der Fahrplangestaltung und somit auf den Umfang Fahrzeugbeschaffung und -vorhaltung aus. Mit dem Wiener Bogen wird ein neuartiges Konzept der Schwerpunktstrassierung vorgestellt, daß die traditionellen Beschränkungen überwindet und mit zeitgemäßen Ingenieursmethoden, das Eisenbahnwesen nach 200 Jahren auf eine neue Stufe der professionalität hebt.Durch eine konsequente Beachtung der Lebenszykluskosten der Maßnahmen, konnte im Rahmen der Trassenoptimierung im Netz der Wiener U-Bahn bereits nach kurzer Zeit die Überlegenheit der Trassierungsmethode gezeigt werden.

Kurzfassung englisch:
The traditional view of planning, construction and maintenance of railway installations has tended to favour either a vehicle or a permanent-way perspective. Empirical formulae are applied to laying out the track, and the horizontal and vertical planes are considered separately. Irregularities at the transitions between straight flat rails and curves cause jolts, which not only severely impair passanger comfort but also affect the position of the track and the outlay on regular maintenance. The Wiener Bogen (or "Viennese curve") is a tool for solving this problem mathematically. What makes it particularly attractive is that it can be used not only for laying out completely new railway tracks but especially for optimizing existing routes in built-up areas, where it offers an economic and efficient layout methodology.

Schlagworte:
Trassierung, LCC, RAMS, Lebenszykluskosten, Instandhaltung

Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.