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Zeitschriftenartikel:

R. Wieser:
"What came first - the egg or the hen? Untersuchungen zum Zusammenhang von Mietwohnhaus- und Wohnbaulandpreisen in Wien";
IFIP Working Papers, http://www.ifip.tuwien.ac.at/publikationen.htm (2008), 3; 18 S.



Kurzfassung deutsch:
Über den Zusammenhang von Häuser- und Wohnbaulandpreisen bestehen zwei sich konkurrierende Hypothesen. Nach der neoklassischen These sind ansteigende Häuserpreise in erster Linie angebotsseitig bestimmt und zum Teil durch steigende Baulandpreise verursacht. Für die steigenden Baulandpreise wiederum wird die kommunale Bodenpolitik (Flächenwidmung, Bauordnungen, Baulandausweisung etc.) verantwortlich gemacht. Nach der Ricardianischen Bodenrententheorie sind steigende
Häuserpreise vor allem nachfrageseitig bestimmt. Kurzfristig unerwartet starke Veränderungen in Demographie oder Einkommen führen zu Erwartungsänderungen auf Seite der Hausbesitzer, Investoren und Bauträger, die sich sofort in den Häuserpreisen niederschlagen. Die Häuserpreise am Sekundärmarkt agieren als Prime Mover, denen
die Baulandpreise folgen. Dieses Arbeitspapier untersucht den Zusammenhang zwischen den Mietwohnhauspreisen und den Preisen für Wohnbauland in Wien im Zeitraum 1987 bis 2004. Die Ergebnisse widersprechen der neoklassischen These. Dieses Ergebnis reiht sich in eine Folge weiterer Belege dafür ein, dass die bodenpolitischen Instrumente in Wien in der Vergangenheit flexibel gehandhabt wurden
und dadurch angebotsseitige Restriktionen im Wohnungsmarkt weitgehend vermieden wurden.

Schlagworte:
Bodenmarkt, Häusermarkt, Kointegration


Elektronische Version der Publikation:
http://publik.tuwien.ac.at/files/pub-ar_9352.pdf


Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.