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Diplom- und Master-Arbeiten (eigene und betreute):

R. Hofstädter:
"Grundlagen für das Regelungskonzept einer Ozonungsstufe für kommunales Abwasser";
Betreuer/in(nen): H. Schaar, N. Kreuzinger; Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft, 2009; Abschlussprüfung: 17.12.2009.



Kurzfassung deutsch:
In dieser Arbeit wird die Grundlage für das Regelungskonzept einer Ozonungsstufe von kommunalen Abwässern ermittelt.
Nach dem Stand der Technik (Nitrifikation und Denitrifikation) betriebene Abwasserreinigungsanlagen entfernen nicht alle Stoffe aus dem Abwasser. Erst durch die Weiterentwicklung der analytischen Messmethoden können sogenannte Mikroschadstoffe im
Abwasser nachgewiesen werden. Eine beträchtliche Reduzierung dieser Stoffe, aber keine vollständige Entfernung, ist durch die Ozonung von Kläranlagenablauf zu erreichen.
Als praktikable Regelgröße hat sich in anderen Untersuchungen und der Literatur die Absorption des (Ab)wassers bei 254 nm (SAK254 - Spektraler Absorptionskoeffizient) gezeigt, wobei die Absorption durch ein insitu Fotometer gemessen wird. Befindet sich jedoch Ozon
im Abwasser wird die Messung gestört, da das Absorptionsmaximum von Ozon bei 261 nm liegt . Für die Richtigkeit der Messung ist es unumgänglich vor der Messung Ozon vollständig aus dem Wasser zu entfernen, wobei die Entfernung selbst die Absorption des Wassers nichtbeeinflussen darf. Mehrere Methoden wurden auf diese Eignung hin untersucht und in der "Verdrängung durch ein anderes Gas" auch eine Methode gefunden.
Diese Methode zur Ozonentfernung wurde an der Pilotanlage auf der Hauptkläranlage angewendet und die Auswirkungen der Ozonentfernung untersucht. Des weiteren wurden Daten für ein nummerisches Modell aufgenommen um alternativ zum SAK254 geeignete Regelungsparameter zu finden.

Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.