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Zeitschriftenartikel:

M. Hoffmann:
"Systematisches Erhaltungsmanagement mit Lebenszykluskosten";
GESTRATA Journal, 135 (2012), 2; S. 14 - 24.



Kurzfassung deutsch:
Das bestehenden Straßennetz in Österreich ist gut ausgebaut und hat im Vergleich zum EU - Schnitt die doppelte Länge pro Einwohner. Mit zunehmendem Alter dieser Straßenanlagen verschiebt sich der Schwerpunkt der Investitionen weg vom Neubau in Richtung Erhaltung und Betrieb des Bestandes. Unter der Prämisse eines zweckmäßigen und sparsamen Mitteleinsatzes ist die Einführung eines systematischen Erhaltungsmanagementsystems (EMS) auf Basis eines Lebenszykluskostenansatzes zweckmäßig. Der Artikel gibt einen Überblick über die aktuellen Ausgaben für Straßenanlagen in Österreich und legt die Prinzipien einer Lebenszykluskostenrechnung dar. Darauf aufbauend werden die Bausteine eines modernen Erhaltungsmanagementtools vorgestellt, das am Institut für Verkehrswissenschaften der TU Wien entwickelt wird. Die Zielsetzung in der Entwicklung lag in einem innovativen Algorithmus zur Optimierung der Maßnahmenwahl auf Basis von Lebenszykluskosten. Weiters wurde auf eine intuitive Benutzerführung mit Zustandserfassung und Maßnahmenplanung per "drag and drop" besonderes Augenmerk gelegt. Eine langwierige Anpassung der Eingangsgrößen wie Wirkdauern oder Kosten von Maßnahmen kann entfallen, da diese selbstlernend aus den Ergebnissen der Anwendung neu berechnet werden. Gemäß den bisherigen Erfahrungen ist es auf Basis der vorgestellten Ansätze möglich, alle Arbeitsschritte von der Zustandserfassung bis zur Maßnahmenplanung und Budgetierung für typische Österreichische Kommunen mit Netzlängen zwischen 20 bis 50 km in ein bis zwei Mannmonaten umzusetzen.

Schlagworte:
Straßenerhaltung, Lebenszykluskosten, Zustandserfassung; Maßnahmenplanung, Optimierung


Elektronische Version der Publikation:
http://publik.tuwien.ac.at/files/PubDat_213597.pdf


Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.