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Vorträge und Posterpräsentationen (mit Tagungsband-Eintrag):

L. Egle, H. Rechberger, M. Zessner:
"Rückgewinnung von Phosphor aus dem Abwasser - Möglichkeiten und Grenzen";
Vortrag: ÖWAV-Seminar "Abwasserreinigung - Werte erhalten, Effizienz steigern und Ressourcen schonen", Wien; 24.02.2014 - 25.02.2014; in: "Wiener Mitteilungen", Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft, Band 230 (2014), ISBN: 978-3-85234-124-8; S. 305 - 324.



Kurzfassung deutsch:
Phosphor (P) ist eine essentielle und endliche Ressource, die eine Grundlage für die gegenwärtig hohen Erträge in der Landwirtschaft darstellt, derzeit jedoch weitgehend linear verwendet wird. Nationale P-Bilanzen zeigen das große P-Potential in Güterflüssen wie Abwasser oder tierische Abfällen, welches durch eine direkte Rückführung in die Landwirtschaft aus verschiedenen Gründen nur zu einem geringen Anteil genutzt wird. Mit zahlreichen in den letzten Jahren entwickelten Verfahren könnte P aus Abwasser, Klärschlamm oder Klärschlammasche in vielen Fällen in sehr reiner Form rückgewonnen und damit der Nährstoffkreislauf teilweise wieder geschlossen werden. Im Rahmen der TU-Wien Studie "P-Recycling aus dem Abwasser" wurden ausgewählte Verfahren umfassend nach technologischen, ökologischen und ökonomischen Kriterien bewertet. Auf Basis dieser Ergebnisse werden in diesem Beitrag realistische Abschätzungen der Möglichkeiten und Grenzen der P-Rückgewinnung hinsichtlich Rückgewinnungspotentiale, Schadstoffe und Kosten in enger Abstimmung mit den gegeben Strukturen der österreichischen Siedlungswasser-wirtschaft ausgearbeitet. Hervorzuheben ist dabei, dass z.B. mit Konzepten zur Rückgewinnung von P aus der Klärschlammasche und in weiterer Folge Tiermehlen, ein beträchtliches Ausmaß an P mit geringem zusätzlichem finanziellem Aufwand rückgewonnen werden kann.

Schlagworte:
Phosphorrückgewinnung Abwasser, Technologische Ansätze, Rückgewinnungspotential, Schwermetalle, ökonomische Bewertung

Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.