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Diplom- und Master-Arbeiten (eigene und betreute):

D. Linder:
"Stadtklänge und wie man sie kartiert.";
Betreuer/in(nen): S. Knierbein; Arbeitsbereich Stadtkultur und öffentlicher Raum, 2018; Abschlussprüfung: 24.04.2018.



Kurzfassung deutsch:
Die vorliegende Diplomarbeit behandelt den städtischen Klangraum, und dessen Auswirkungen auf den Menschen. Tag für Tag bewegen sich Großstädter*innen durch die von Mensch und Maschine geschaffenen Frequenzwolken. Der Klangraum beeinflusst unser Verhalten und unsere Entscheidungen maßgeblich. Wie stark man von diesen Klangteppichen beeinflusst wird, ist einem dabei oft nicht bewusst. Die Bedeutsamkeit des Stadtklanges wird im ersten Teil dieser Arbeit durch eine theoretische Literaturrecherche hervorgehoben, und dessen Auswirkungen auf die Wahrnehmung von öffentlichen Räumen erörtert. Die dadurch erlangten Erkenntnisse werden durch narrative Interviews mit Expert*innen ergänzt, aber auch kritisch hinterfragt. Im zweiten Teil der Arbeit steht die Klangraumanalyse im Mittelpunkt. Es handelt sich dabei um einen selbst entwickelten Methodenansatz, der bereits vorhandene Methoden kombiniert, um dadurch städtische Klangräume qualitativ und situationsbezogen untersuchen zu können. Dabei wurden die Methoden der Soundaufnahme, Soundkartierung, Soundskizzierung und Fotoreportage kombiniert, und eine Klangraumanalyse in einem ausgewählten Gebiet in Wien durchgeführt. Die dabei erzielten Ergebnisse werden - neben der hier vorliegenden Arbeit - zusätzlich auch auf einer Webpage (www.stadtklaengekartieren.webnode.at) dargestellt, wodurch sich auch ein hörbarer Einblick in die Untersuchungsgebiete ergibt. Die Klangraumanalyse bildet einen ersten Ansatz, um städtische Klangräume qualitativ und situativ zu untersuchen. So soll über reine Lärmanalysen, die bis heute oft die einzige Untersuchungsebene bilden, hinweggesehen werden. Die vielfachen theoretischen Ansätze der Wissenschaft werden somit in die Praxis umgesetzt. Dies soll dazu beitragen, dass sich Verantwortliche des Städtebaus über die akustischen Auswirkungen ihrer Maßnahmen im Klaren sind. Nur so können diese in zukünftige Planungs- und Gestaltungsprozesse miteinfließen, und dadurch Stadtklänge aktiv gestalten.

Kurzfassung englisch:
This thesis discusses urban soundscapes and its effects on people. Day by day, city dwellers move through sounds created by man and machine. This soundscape has a significant influence on our behavior and our decision-making. Often, we do not even realize how much these soundscapes are influencing us. In the first part of the thesis, the relevance of urban soundscape is highlighted throughout a theoretical literary research that discusses the effects of sound on the human experience of urban space. The findings of this research will be supported but also questioned by narrative expert interviews. The core of the second part is formed by the so called Klangraumanalyse. It is an individually and specifically designed methodological approach, which combines already existing methods, and therefore gives the opportunity to investigate urban soundscapes on a qualitative and situational level. The methods of sound recording, sound mapping, sound drawing and photo reporting were combined to a Klangraumanalyse which was implemented into a chosen field within Vienna. The results are not just displayed in this thesis but also on a webpage (www.stadtklaengekartieren.webnode.at) which allows you to get an aural experience of the area. The "Klangraumanalyse" is a first approach towards a qualitative and situational understanding of urban soundscapes. Therefore, it may help to overcome the mere noise analyses that are often the only level of investigation when it comes to urban soundscapes. Thereby, the multiple theoretical scientific approaches should find a practical implementation and should help to affirm the importance within urban development projects. This is the only way how urban soundscapes can be implemented into urban design processes in the future, and thus being able to actively shape urban soundscape.

Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.