[Zurück]


Diplom- und Master-Arbeiten (eigene und betreute):

M. Kerschbaumer:
"Die umstrittene Planung öffentlicher Räume. Das Fallbeispiel Kings Cross, London.";
Betreuer/in(nen): S. Knierbein; Institut für Raumplanung, Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space, Forschungsbereich 285-02, 2019.



Kurzfassung deutsch:
Städte sowie deren gesellschaftliche Strukturen sind durch den stetigen Wandel sozialer, politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen einem permanenten Transformationsprozess ausgesetzt. Gleichermaßen verändert sich auch die Rolle der Raum- und Stadtplanung. Besonders der Abbau des sozialen Wohlfahrtsstaates und die Auslagerung von vormals öffentlichen Aufgaben in den privaten Sektor sowie die daraus resultierenden neuen Akteurskonstellationen werden im Rahmen dieser Arbeit in den Mittelpunkt der Untersuchung gerückt.
Private Akteure bekommen im Rahmen von komplexen, vertikal und horizontal wirkenden, Governance-Modellen mehr Mitsprache in Entwicklungsprozessen. Dabei kommt es zu einer Überlagerung von verschiedenen Interessen. Dieses Phänomen zeigt sich außergewöhnlich stark bei der Planung von öffentlichen Räumen. Über die letzten Jahrzehnte sind öffentliche Räume, als ein integraler Bestandteil von erfolgreichen Stadtteilen, zunehmend in das Interesse der privatwirtschaftlich agierenden Investoren gekommen.
Anhand des Fallbeispiels in Kings Cross wird argumentiert, dass in kooperativen Planungsprozessen, zwischen öffentlichen und privaten Institutionen der Einsatz von Macht nicht ausgeschlossen werden darf. Eine Möglichkeit diesen erkenntlich zu machen, ergibt sich bei der näheren Betrachtung der angewandten Praktiken und der zugrundeliegenden Rationalitäten.

Kurzfassung englisch:
Structural changes in the form of political and economic shifts continue to transform society and the arrangements of the cities. In the same sense, influenced by these changes, the role of urban planning keeps evolving. Through complex, vertical and horizontal, Governance models the private sector gains more impact in city-developing processes. Within these structures an encounter of different interests occurs. This phenomenon appears particularly in the planning process of public spaces, because of the interference of public and private attitudes towards it.
This work analyses this contested planning process. Therefore, the complex and multilayered planning is seen as a form of Foucaults Governmentality, which will be used as the analytical starting point. Through this controversial planning methods, power and power relations have to be considered as part of the processes.
The main part of the work is a case study about the redevelopment of Kings Cross in London. Alongside an intensive research of existing literature, interviews with the most important agents of the development where held within a three-month field trip. Based on that conducted information the planning system was analyzed, and the most important rationalities were explained.

Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.