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Scientific Reports:

J. Gärtner, A. Arlinghaus, M. Kundi, D. Nistler, E. Pospischil, R. Winker, E. Wohlschläger-Krenn:
"Leitfaden zur arbeitsmedizinischen Beurteilung langerArbeitszeiten";
Report for Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin; 2019; 52 pages.



German abstract:
Die Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin (ÖGA)erarbeitet eine Fortsetzung und Ak-tualisierung des Leitfadens "Grundlagen zur arbeitsmedizinischen Beurteilung von Arbeitszeit-regelungen", der 2007 zur damaligen Novellierung des Arbeitszeitgesetzes (AZG)herausgege-benwurde. Hintergrund warendie Bestimmungender Feststellung einer arbeitsmedizini-schen Unbedenklichkeit bei Einführung eines 12h-Tages, sofern keine Belegschaftsvertretung bestand. Mit der neuerlichen Novellierung des AZG im September 2018 ist diese Bestimmung gefallen, die Einführung eines 12h-Tages bedarf lediglich der Zustimmung der betreffenden ArbeitnehmerInnen (Einzelvereinbarung, ohne Beteiligung einer Belegschaftsvertretung). Da es sich hier um Änderungen der Arbeitsorganisation handelt, ist nach 4 ASchG eine Ree-valuierung hinsichtlich Gefährdungspotential undggf. Maßnahmenumsetzung sowie Doku-mentation in den Sicherheits-und Gesundheitsschutzdokumenten erforderlich. Eine weitere Verpflichtung besteht im ASchG für die ArbeitgeberInnen für die Information und Unterwei-sungmöglicher Gefährdungen und Schutzmöglichkeiten. Ziel der Neufassung des Leitfadens wardaher eine Aufbereitung der aktuellen Literatur zu möglichen Gesundheitsrisiken langerArbeitszeiten, die Bereitstellung einer Unterstützung bei der Evaluierung und Bewertung konkreter Arbeitsbedingungen im Zusammenhang mit langen Arbeitszeitenund Maßnahmenempfehlungen, insbesondere auch für Bedingungen wie sie bei chron. Kranken auftreten könnten. Zielgruppe des Leitfadens sind primär die Präventivfach-kräfte, aber auch nach dem ASchG verantwortliche ArbeitgeberInnen, Führungskräfte, Beleg-schaftsvertreterInnen, Sicherheitsvertrauenspersonen und ArbeitnehmerInnen

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