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Bücher und Buch-Herausgaben:

E. Hottenroth, K. Sterflinger, V. Pitthard, A. Vendl, K. Zojer, L. Puchinger, R. Paltram:
"Die Herstellung und Verwendung von Stör- und Karpfenleim. Untersuchung und Vergleich proteinischer Klebemittel für die Konservierung";
in Buchreihe "Restauratoren Blätter Papers in Conservation", Buchreihen-Herausgeber: C. Schaaf-Fundneider; herausgegeben von: IIC Austria; Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn, Wiener Straße 80, 2018, ISSN: 1017-6373, 27 S.



Kurzfassung deutsch:
Störleim ist eines der am weitesten verbreiteten Klebemittel in der Konservierung. Im Zuge der vorliegenden Arbeit wird die Verwendung von Karpfenleim als Alternative zu Störleim untersucht. Für die Charakterisierung der Leime werden ihre chemische Zusammensetzung, die Schimmelanfälligkeit und das Alterungsverhalten untersucht. Stör- und Karpfenleim weisen eine sehr ähnliche Elementzusammensetzung (ESEM-Analyse) auf. Die Fettanalysen (GC/MS) ergeben, dass der Fettgehalt der äußeren Karpfenblase um etwa den Faktor 10 höher ist als jener der inneren Störblase. Der Prozentanteil der einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist im Karpfenleim etwas höher als im Störleim. Die SDS-Page liefert Informationen über die einzelnen Molmassen der im Leim enthaltenen Proteine und gibt Aufschluss über die Molmassenverteilung, insbesondere im höhermolekularen Bereich. Die mittels Zugschälversuchen ermittelte Klebekraft von Störleim liegt ca. 20 % über jener von Karpfenleim. Karpfenleim erweist sich gegenüber Mikroorganismen als resistenter.

Kurzfassung englisch:
Sturgeon glue is one of the most widely used glues in conservation practise. In the course of this work the use of carp glue as an alternative to sturgeon glue will be investigated. The chemical composition, the susceptibility to mould and the ageing behaviour were used to characterise the glues. Sturgeon and carp glues show a very similar elemental composition (ESEM-analysis). The fat analysis by GC/MS showed that the fat content of carp outer bladder is higher than the sturgeon inner bladder by a factor of 10. The percentage of mono and poly unsaturated fatty acids is somewhat higher in carp glue than in sturgeon glue. SDS-PAGE-analyses inform about the distribution of molecular size and molecular masses of proteins in the glues. The trials of peeling tests showed that the adhesive strength of sturgeon glue is about 20% higher than that of carp glue. Carp glue is shown to be more resistant to microorganisms.

Schlagworte:
sturgeon glue, carp glue, fatty acids, proteins, molecular weight distribution, adhesive strength

Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.